Die in der japanischen Präfektur Kanagawa geborene Mai Suzuki absolvierte die Musikoberschule der Tokyo University of the Arts sowie die Universität selbst. Anschließend setzte sie ihre Ausbildung in Lausanne, Salzburg und München fort und erwarb mehrere Diplome, darunter das Konzertexamen als höchsten deutschen Studienabschluss für Solistinnen und Solisten.
Sie spielt eine 1682 gebaute Nicolò Amati „Grand Amati“, ein historisches Instrument, das ihr durch Atsumari als Leihgabe vermittelt wird.
Seit ihrer Studienzeit tritt Suzuki mit Recitals und als Solistin mit Orchestern in Japan und im Ausland auf. Der Schwerpunkt ihrer Konzerttätigkeit liegt in Japan; zugleich ist sie weiterhin regelmäßig in Europa zu erleben, darunter jedes Jahr in Deutschland. Außerdem hat sie eine Basis in Hongkong. Einladungen führten sie als Recitalistin und Orchestersolistin nach Europa, Zentral- und Ostasien sowie Südamerika, unter anderem in die Suntory Hall, das Auditorio Santa Úrsula in Lima und den Herkulessaal in München.
Zu ihren Auszeichnungen gehören der Grand Prix beim Osaka International Music Competition 2005, der zweite Preis beim Music Competition of Japan 2006 noch während ihrer Schulzeit, die Teilnahme als jüngste Semifinalistin am Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerb 2007 und das Finale des Internationalen Violinwettbewerbs Henri Marteau 2011. 2013 gewann sie den ersten Preis und den Orchesterpreis beim Internationalen Violinwettbewerb Václav Huml sowie den ersten Preis beim Schweizer Kammermusikwettbewerb Orpheus. Es folgten der zweite Preis beim Internationalen Violinwettbewerb Vladimir Spivakov 2016 und der zweite Preis in der Kammermusikwertung der COOP Music Awards 2018.
Sie arbeitete mit Dirigenten wie Nicolas Milton, Jorma Panula, Ivan Repušić, Philippe Béran, Ken-Ichiro Kobayashi, Masahiko Enkoji, Norichika Iimori und Sung-hyung Kim zusammen. Zu ihren Orchesterpartnern zählen das Yomiuri Nippon Symphony Orchestra, Tokyo Symphony Orchestra, Japan Philharmonic Orchestra, Tokyo City Philharmonic Orchestra, Yamagata Symphony Orchestra, Japan Century Symphony Orchestra, Nagoya Philharmonic Orchestra, Hiroshima Symphony Orchestra, Kanagawa Philharmonic Orchestra, Orchestre de Chambre de Lausanne, Kuopio Symphony Orchestra, Moravian Philharmonic Orchestra, die Hofer Symphoniker, das Croatian Radio Symphony Orchestra und die Zagreber Solisten.
In der Kammermusik gestaltet sie unter anderem Recital-Reihen mit den Pianisten Kaoru Jitsukawa und Naruhiko Kawaguchi und trat mit Kian Soltani, Tomoki Sakata und Mami Hagiwara auf. Darüber hinaus widmet sie sich der Zusammenarbeit mit japanischen traditionellen Künsten, etwa mit dem Tanzensemble Goyokai, Kikuho Onoe aus der Onoe-Schule, dem Kokyū-Spieler Suishū Takahashi und der Koto-Spielerin Toshiko Yonekawa.
Suzuki konzertierte im Tōkagakudō-Saal des Kaiserpalasts und wurde als CHANEL Pygmalion Days Artist ausgewählt. Sie wirkte bei offiziellen Kulturveranstaltungen japanischer diplomatischer Vertretungen in Deutschland und Chile sowie der Schweizer und der Israelischen Botschaft in Japan mit. Zu ihrem Engagement im internationalen Kulturaustausch zählen die Expo 2005 in Aichi sowie Auftritte im chilenischen Pavillon und an der Festival Station der Expo 2025 Osaka, Kansai. Außerdem ist sie Jurorin bei Wettbewerben wie dem Japan Performers Competition und dem Japan Classical Music Competition.
Ihre Einspielungen des dritten Satzes aus Beethovens Violinkonzert und der Méditation aus Massenets Thaïs mit dem Tokyo Symphony Orchestra erschienen auf der Nikkei-Music-Selection-CD Morning in Classics. Auf ihr Debütalbum Mai Favorite bei King Records folgte 2025 das gemeinsam mit der Pianistin Akimi Fukuhara als DUO Les Ailes eingespielte Album Les ailes.
Sie wurde für das japanische Auslandsstudienprogramm für Nachwuchskünstlerinnen und -künstler (2012–13), ein Stipendium der Rohm Music Foundation (2015–16) und Yehudi Menuhin Live Music Now München (2017–19) ausgewählt. Für die Spielzeit 2025–26 ist sie registrierte Künstlerin des japanischen Public Hall Music Activation Project.
Zu ihren Medienauftritten zählen Tsunagaru TV @ Human des Senders NHK, Fresh Concert und Geinōjin Kakuzuke Check von ABC, Recital Passio auf NHK-FM, Radio Bravo — Aria from TENNOZ TMMT Studio auf OTTAVA, Memories & Discoveries auf JFN sowie Saturday Meibaza von TV Tokyo.
Zu ihren Lehrerinnen und Lehrern zählen Mionori Yamashita, Ami Watanabe, Nobu Wakabayashi, Takashi Shimizu, Pierre Amoyal und Ingolf Turban.
Ausgewählte Werke
REPERTOIRE
Bach: Violin Concerto No. 2
Beethoven: Violin Concerto
Dvořák: Violin Concerto
Glazunov: Violin Concerto
Lalo: Symphonie espagnole
Mendelssohn: Violin Concerto
Mozart: Violin Concertos Nos. 3, 4 & 5
Paganini: Violin Concertos Nos. 1 & 2 ‘La Campanella’
Prokofiev: Violin Concertos Nos. 1 & 2
Saint-Saëns: Violin Concerto No. 3
Shostakovich: Violin Concerto No. 1
Sibelius: Violin Concerto
Tchaikovsky: Violin Concerto
Vieuxtemps: Violin Concerto No. 5
Vivaldi: The Four Seasons; Violin Concerto RV 356
Wieniawski: Violin Concertos Nos. 1 & 2